Gutartige Tumore
Es gibt zahlreiche gutartige (benigne) Tumorerkrankungen, die sich mit einer Strahlentherapie gut behandeln lassen. Für viele wurden in den letzten Jahrzehnten andere Behandlungsmöglichkeiten gefunden, aber oft ist eine Bestrahlung noch die beste Behandlungsmöglichkeit, insbesondere bei folgenden Tumoren:
Blutgefäßbildungen
Andere Miss- oder Neubildungen der Blutgefäße wie z. B. arteriovenöse Malformationen im Gehirn können durch knäuelartige „Kurzschlüsse“ in der Gefäßstruktur zu Unterversorgung angrenzender Gebiete mit Sauerstoff und Nährstoffen führen. Sie lassen sich bei größerer Ausdehnung oft nicht chirurgisch oder interventionell (mit Kathetereingriff über die Gefäße) behandeln. Auch hier führt eine Strahlentherapie zu teilweisem Verschluss der kranken Blutgefäße mit Verbesserung der Blutversorgung in der Umgebung und Rückgang der Beschwerden.

Tumor an der Sehnengelenkschleimhaut
Eine seltene Art gutartiger Tumore an der Schleimhaut von Gelenken oder Sehnenscheiden (Synovia) ist die PVNS (pigmentierte villonoduläre Synovialitis), korrekter: der tenosynoviale Riesenzelltumor. Wenn eine Operation wegen der Ausdehnung nicht gut möglich ist oder die Erkrankung nach einer oder mehreren Operationen wiederkehrt, ist meist eine Bestrahlung sinnvoll. Diese dauert einige Wochen und ist etwas niedriger dosiert als die Bestrahlung der meisten bösartigen Tumore.

Blutschwämmchen
Blutschwämmchen oder Hämangiome sind häufige gutartige Neubildungen der Blutgefäße, die nur sehr selten Beschwerden verursachen. Sie entstehen häufig (oft auch angeboren) in der Haut, in der Leber oder in Knochen. Große Hämangiome in Wirbelkörpern können selten zu Bruchgefahr führen oder Schmerzen verursachen. In einem solchen Fall lassen sie sich zuverlässig durch eine Bestrahlung schrumpfen, mit meist vollständigem Rückgang der Beschwerden.

Meningeome
Meningeome sind meist gutartige Neubildungen der Meningen (Hirn- oder Rückenmarkshäute). Meist wachsen sie sehr langsam und verdrängend und verursachen deshalb oft gar keine Probleme. Falls sie doch Symptome auslösen, z. B. durch erhöhten Druck auf große Nerven oder Teile des Gehirns, können sie neurochirurgisch entfernt oder bestrahlt werden. Meist wird eine Operation vorgezogen, weil sie den Druck sofort reduziert und diese Tumore nach Bestrahlung oft nur langsam zurückgehen. Aber nicht immer können sie komplett entfernt werden, etwa wegen umgebender großer Blutgefäße und Nerven. An manchen Stellen wie im Bereich der Keilbeinflügel (Schädelbasis hinter den Augen) ist eine Entfernung dieser Tumore operativ sogar praktisch unmöglich. Selten ist eine Operation mit anschließender Bestrahlung notwendig oder eine Bestrahlung, wenn ein Meningeom nach operativer Entfernung nachwächst (rezidiviert). Je nach Lokalisation und Größe kann eine einzige Bestrahlung erfolgen (Radiochirurgie) oder es sind mehrere kleine Bestrahlungsfraktionen im Verlauf von fünf bis sechs Wochen sinnvoller.

Informationen zur Röntgenreizbestrahlung
Die Röntgenreizbestrahlung zeichnet sich durch eine im Vergleich zu anderen Strahlentherapien sehr geringe Dosis aus. Sie erzielt eine zuverlässige und meist anhaltende entzündungshemmende Wirkung, die Schwellungen und Schmerzen reduziert. Umliegendes Gewebe wie Muskulatur, Sehnen, Haut oder Knochen bleibt dabei unversehrt. Dies erreichen wir, indem wir die Strahlung exakt auf die schmerzende Stelle ausrichten und umliegende Areale komplett aussparen. Unsere sorgfältige und individuelle Planung und Ausführung der Bestrahlung macht diese schonende Behandlung möglich. Abhängig vom Behandlungsort nutzen wir zur Planung zusätzlich eine dreidimensionale Computertomografie.
Krebssorgen unbegründet
Ein erhöhtes Krebsrisiko durch eine Entzündungsbestrahlung ist in der Regel nicht zu befürchten. Empfindliche Bereiche wie das blutbildende Knochenmark, die Schilddrüse, Geschlechtsorgane, das Gehirn oder Schleimhäute liegen normalerweise nicht im Bestrahlungsfeld. Sollte eine minimale Dosis diese Zonen dennoch erreichen, ist sie durch unsere exakte Planung extrem niedrig. Für ein Höchstmaß an Sicherheit behandeln wir außerdem keine jungen Menschen in der Wachstumsphase und keine schwangeren Frauen.
Vorübergehende Schmerzen
Im Vergleich zu Behandlungen wie Operationen, Cortison-Gaben oder entzündungshemmenden Medikamenten stellt die Röntgenreizbestrahlung eine besonders schonende Alternative dar. Sie verbindet eine hohe Wirksamkeit mit einem minimalen Risiko. Die Anwendungen selbst sind schmerzfrei. Lediglich während der Behandlungsserie kann es kurzzeitig zu einer leichten Zunahme der Schmerzen kommen.
Volle Wirkung nach mehreren Wochen
Ein bis zwei Behandlungszyklen, bestehend aus jeweils sechs kurzen Anwendungen von nur etwa 30 Sekunden, sind meist ausreichend für eine deutliche bis vollständige und in der Regel langanhaltende Besserung. Während eine erste Linderung oft schnell eintritt, benötigt die Therapie meist einige Wochen, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
Bestehen nach zwei bis drei Monaten noch Restbeschwerden, ist eine zweite Behandlungsserie eine sinnvolle Option. Auch wenn die Symptome nach Jahren oder Jahrzehnten wiederkehren, kann die Behandlung bei gutem Ansprechen und hohen Erfolgsaussichten problemlos wiederholt werden.
Broschüre „Röntgenreiztherapie:
Schmerzfreie Behandlung bei
schmerzhaften Entzündungen”
Weitere Informationen zur Römntgenreizbehandlung finden Sie in unserer Broschüre. Gerne senden wir sie Ihnen auf Wunsch zu.

Wir sind für Sie da, ganz in der Nähe
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Strahlentherapie und Röntgenbestrahlung sind Begriffe, die schnell verunsichern, genauso wie die hochtechnisierte Behandlung, die auf viele Menschen kalt und abweisend wirkt. Wir verstehen das gut und bieten Ihnen deshalb ausdrücklich an, uns, unsere Praxis und unsere Arbeit persönlich kennenzulernen.
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